Nur der SVW!

Unterwegs mit dem glorreichen Sportverein

OSC Bremerhaven – Werder III 1:2, Sa. 21.10.17, ca. 350 Zuschauer (etwa 300 Gäste)

Wenn du mich fragst, wo’s am schönsten war: Bremerhaven in diesem Jahr!

Auf der Homepage und auch per Banner im Stadion (ja, ich war Gladbach krank, daher auch kein Bericht, sorry!) rief die Jugend wieder einmal zum gemeinsamen Stadionbesuch mit den Verbotlern im Bremerhavener Nordsee-Stadion auf. Trotz des doch sehr kurzfristigen Aufrufs und dadurch leider dem ein oder anderen nicht Anwesenden fanden sich in Summe etwa 300 Personen rund um Infamous, UTB, Ultra Boys, Caillera und Co ein. Und selbst wer persönlich nicht anwesend sein konnte, war heute im Herzen auch fern von Bremerhaven dabei, wie das Bild unten aus der Schweiz zeigt, welches ich während des Spiels erhielt!

Nach regnerischem Fußweg zum Stadion wurde man vom OSC wieder mal freundlich empfangen. Während wir wie letztes Jahr den mittleren Teil der überdachten Haupttribüne bekamen und dabei jegliche Freiheit genossen, wurde der Heimbereich per Absperrband abgetrennt. So groß war der Andrang im Heimbereich dann aber auch nicht. Wenn man vom Platzwart persönlich begrüßt wird und sofort angeboten bekommt, sich wegen Zugang zum Innenraum einfach später zu melden, fühlt man sich einfach wohl. An dieser Stelle daher nochmal vielen, vielen Dank an die Verantwortlichen des OSC, dass ihr uns schon zum zweiten Mal die Chance gegeben habt, neben all den Schikanen am Bundesliga-Spieltag einfach mal mit den Stadionverbotlern Spaß zu haben und ihnen einen Spieltag IM Stadion zu ermöglichen.

Begonnen wurde das Spiel im mit allen Gruppenfahnen + „Love Football – Hate Fascism“-Banner vorn und „Kein Fußball den Faschisten“-Banner hinten beflaggtem Block mit dem bekannten runden Infamous Überzieher-Motiv. Auf Konfetti etc wurde diesmal verzichtet. Bei solchen Spielen geht es aber ja auch nicht unbedingt um das Optische, sondern eher darum, auch mal ältere, aber auch neuere Lieder mal wieder zu singen oder zu erlernen. Das klappt mit 300 Motivierten einfach deutlich besser als bei ’nem Bundesliga-Spiel, wo viele Umlandfans nicht mal die Texte der einfachsten Lieder kennen. Entsprechend ging es langsam los mit „Oh SV Werder, du hast die Macht“, gefolgt vom SV Werder Walzer und „Grün und weiß, das ist unser Team“. Erstes Highlight für mich war anschließend das „Wo vier Tiere musizieren“. Gab es letztes Jahr schon, davor aber eigentlich nur mal in Berlin auf dem Weg zu den Bussen, ruhig mal wieder öfter, auch wenn der/die ein oder andere sicher den Heimatbezug kritisieren wird.  Das darauf folgende „Der SV Werder holt die Meisterschaft nach Haus'“ klappte schon besser als in Hoffenheim Anfang der Saison, aber auch hier sollten wir noch etwas üben. Durch einige Lieder, die so auch Woche für Woche in den Stadien gesungen werden, sang man sich nun in einen Rausch. Als dann in Halbzeit zwei „Egal wie weit wir für dich fahren“ angestimmt wurde, war es um mich geschehen. Bitte, bitte wieder häufiger. Gerne auch als Wechselgesang wie anschließend praktiziert. Das klingt schon richtig geil und sorgte auch bei unserem Platzwart für große Augen und Ohren, Gänsehaut. Auch das „Wenn du mich fragst, wo es am schönsten war“ war für mich neu und ließ wohl jede/n im Block von vergangenen Erfolgen träumen. Auch nach über 10 Minuten hatte keine/r das Gefühl, mal das Lied wechseln zu müssen. So müssen Gesänge sein! Überzeugende Gesangsleistung bei guter Mitmachquote trotz unglaublichem Schnapskonsum.

Fußballerisch wurde auch was geboten. Zwar lud der Platz nach viel Regen nicht unbedingt zum Spielen ein (sorry, lieber OSC), insgesamt 3 Tore durften dennoch bestaunt werden. Zwei davon sogar für die Elf in grün und weiß. Ist man aktuell ja nicht unbedingt gewöhnt. Auswärtssieg!

Was bleibt mir am Ende zu sagen außer meinen ersten Satz zu wiederholen?

Wenn du mich fragst, wo’s am schönsten war: Bremerhaven in diesem Jahr!

Gegen alle Stadionverbote!

Und wer für Köln morgen Texte lernen will:

Wir haben die ganze Welt geseh’n,
alles für den SVW!
Wenn du mich fragst, wo’s am schönsten war,
2004 München, wunderbar!
Später dann im Uefa-Cup,
machten wir ganz Hamburg platt!
Wenn du mich fragst, wo’s am schönsten war,
Werder Brem‘ international!

weitere Bilder gibt es hier:

Infamous

1 Kommentar

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