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Unterwegs mit dem glorreichen Sportverein

Saisonrückblick 15/16, Teil 5

Monate März und April

Anfang März hieß es dann zum zweiten Mal innerhalb eines Monats unter der Woche nach Leverkusen, diesmal zum Ligaspiel. Aufgrund der Zündelei im Pokalspiel war diesmal alles an Material verboten, was von Seiten der Wanderers mit einer „Materialverbote?! Fickt euch, LEV“ Tshirt-Spruchbandaktion kommentiert wurde. In Minute 20 wurden dann auch alle geschmuggelten Zaunfahnen aufgehängt. Das leistungsmäßig ans Pokalspiel anknüpfende Spiel wurde durch immer wieder kehrende „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“ Sprechchöre aus dem Block untermalt. Am Ende hieß es 4:1 für die richtigen und Platz 15 in der Tabelle.

Es folgte das Heimspiel gegen Hannoi und auch hier konnte die Mannschaft an gezeigte Leistungen anknüpfen, so zeigte die Anzeigetafel auch diesmal ein 4:1 für grün-weiß! Die Gäste aus Hannover wurden mit lauten „Absteiger“-Gesängen verabschiedet und Gästetrainer Thomas Schaaf mit einem „Danke Thomas“ Spruchband der Jugend noch einmal gewürdigt.

Zwei 4:1-Siege in Folge, zum Glück folgt München, sonst werden wir noch größenwahnsinnig. Im Schlauchboot setzte es eine dicke 0:5-Klatsche. In Erinnerung bleibt das „Grün und weiß, das ist unser Team“ ab Minute 70.

Nach der Klatsche in München ist vor dem Heimspiel in Mainz. Mund abputzen und weitermachen. Auch hier reichte es leider nur zu einem 1:1, immerhin ein Punkt. Zu Beginn zeigte die AntiDis ein Banner unter dem Motto „Refugees wel(l)come to Werder“ über der Ostkurve, dem kann man sich nur anschließen!

28. Spieltag Auswärtsspiel in Dortmund. Werder zunächst nur durch Wiedwalds Leistung trotz 0:1 Rückstand überhaupt noch im Spiel, dreht das ganze plötzlich und liegt zur 80. Minute mit 2:1 in Dortmund in Führung. Die Stimmung am Kochen, bevor dann leider Dortmund noch ausglich und kurz vor Ende sogar noch das 3:2 erzielte. War vorher so zu erwarten, nach dem Spielverlauf dennoch irgendwie enttäuschend. Zu Beginn gab es eine nette Pyroshow mit viel grünem Rauch. Das Spiel stand auf beiden Seiten unter dem Motto „Gegen Montagsspiele“, da kurz zuvor unser Spiel gegen Stuttgart auf Montag terminiert wurde und auch Dortmund gegen Wolfsburg je nach Abschneiden der beiden Teams international noch auf Montag hätte verschoben werden können.

Vom Ergebnis in Dortmund nicht schocken lassen und im Heimspiel gegen Augsburg wieder alles geben. Werder führte 1:0 und auch die Stimmung in der Ost wirklich gut. Leider glich Augsburg kurz nach der Halbzeit aus, was aus unerklärlichen Gründen auch zu einem Einbruch der Unterstützung sorgte, welche mit dem 2:1 Siegtreffer der Augsburger quasi komplett eingestellt wieder. Immer diese unnötigen Niederlagen!

Die Woche drauf wurde mit einem Aufruf der Ultragruppen begonnen. Unter dem Motto „Alles geben! Gemeinsam für den Klassenerhalt“ wurde das Heimspiel gegen Wolfsburg angegangen, welches am Spieltag im Stadion von etwas Rauch unterstützt wurde. Sowohl Mannschaft als auch Fans nahmen sich das Motto zu Herzen und zeigten eine endlich mal wieder richtig gute Leistung, die am Ende mit einem 3:2 Sieg belohnt wurde.  Vor dem Spiel rief die Jugend per Spruchband zum Boykott des Montagsspiels gegen Stuttgart auf.

Nur drei Tage später Pokal-Halbfinale in München. Wieso nicht nach Köln, Gladbach und Leverkusen auch München schlagen? Dachten sich wohl 9000 Bremer, die die Mannschaft dienstags abends in München unterstützten. Trotz früher Führung für die Bayern war eigentlich nur der Gästeblock zu hören. Trotz nicht gegebenem Tor für uns und irregulärem 2:0 für die Bayern und damit verspielter Chance vom Pokalfinale im Berlin wurde sich anständig bei der Mannschaft für ihre Leistung in der Pokalsaison bedankt. Als schon die Konferenz nach Spielende auf der Anzeigetafel lief, wurde im sonst leeren Stadion weiterhin die Mannschaft gefeiert, welche sich beim Auslaufen ein ums andere Mal vor dem Block zeigte. Davon kann man in München wohl nur träumen. Träumen werden wir wohl weiter vom Pokalfinale, schade, dennoch Respekt für die gezeigten Leistungen im Pokal, wenn man bedenkt, wie schwer wir uns noch in Würzburg getan haben!

Auf das Pokalaus folgte nur 3 Tage später das Derby in Hamburg. Was soll man zu einem Spiel schreiben, das spielerisch bereits mit Anpfiff hergeschenkt wurde und das stimmungsmäßig aufgrund fehlender Ultragruppen (Jugend, UTB und Intesa wurden von der Polizei angehalten und bis nach Abpfiff kontrolliert, eine Stellungnahme des Fanprojekts zeigte die Unverhältnismäßigkeit des Ganzen auf) wirklich unterirdisch lief? Achja, wir haben 1:2 verloren und der HSV wieder einmal seine Choreo verkackt, was könnt ihr eigentlich?!

Da das Spiel gegen den VfB aus dem Ländle aufgrund der Terminierung auf einen Montag von Seiten der Szene boykottiert wurde, trag man sich den Samstag vor dem Spiel zu einer gemeinsamen Reise nach Osnabrück, wo unsere Amas ihr Spiel gegen den dortigen VfL austragen sollten. Nach gemeinsamer Zuganreise ab Bremen ging es zu Fuß in Begleitung von jeder Menge Polizei zum Stadion, wo sich im Gästeblock mit etwa 600 Leuten hinter einem „Gegen Montagsspiele“-Banner positioniert wurde und unser Team auf dem Platz mit einzelnen Gesängen angefeuert wurde. Das Spiel ging leider mit 1:3 verloren.

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