Nur der SVW!

Unterwegs mit dem glorreichen Sportverein

TSG Hoffenheim – Werder 1:1, Mi. 21.12.16, 29076 Zuschauer (etwa 2500 Gäste)

In Hoffenheim gewinnt man ja gefühlt fast immer, was liegt also näher als sich auch heute, trotz beschissener Terminierung an einem Mittwoch Abend (für fangerechte Anstoßzeiten!), halbwegs motiviert auf den Weg Richtung Sinsheim zu machen. Während der absolut unspektakulären IC-Fahrt entlang des Rheins in Richtung Heidelberg stellte sich natürlich heraus, dass die Busse aus Bremen doch ziemlich nah an meiner Heimat vorbei fahren, gut, dass ich die Option Zug mit nachts 2,5h Aufenthalt in Heidelberg gewählt habe… Dafür war ich aber am Ende trotz Verspätung des Fußballsonderzugs (ja, die Verstärkungs-RB von Heidelberg nach Sinsheim wird tatsächlich als Fußballsonderzug ausgewiesen) noch vor den meisten Bussen da, welche durch Verkehr und Panne (IY-Bus) auch erst etwa 30 Minuten vor Anpfiff ankamen.

Nach Ankunft der Busse ging es dann auch ziemlich zügig ins Stadion und oh Wunder, alle schreiben von mehr Kontrollen nach dem Anschlag in Berlin, am Ende wird man effektiv wohl sogar weniger kontrolliert als sonst. Auch wenn es wohl tatsächlich die angekündigten 2500 Werderaner an diesem Abend im Kraichgau waren, konnten sich die Gruppen trotz verspäteter Ankunft noch gute Plätze im Block sichern. Während sich UTB, Intesa und Infamous im linken unteren Teil des Blockes mit 2 Vorsängern postierten, stand Caillera rechts unten, Wanderers und HB Crew sicherten sich den Platz über dem Gästeblockeingang. In Verbindung mit einigen Ansagen des IY-Vorsängers legte der Block mit eher einfachen Gesängen gut los und man hatte das Gefühl, dass heute wieder eher nur die Leute da sind, die wirklich Bock haben. Im Verlauf der ersten Halbzeit nahmen Stimmung und Mitmachquote dann aber leider doch stark ab. Zwar konnte man mit dem „Wir werden Deutscher Meister sein“ teilweise tatsächlich den ganzen Block inkl. oberen Sitzplätzen mitziehen, andere Gesänge wurden aber kaum angenommen. Immer wieder musste per Megaphon zum Mitklatschen aufgefordert werden und auch die ein oder andere Ansage gegen Handyfilmerei im Block durfte nicht fehlen (jede Woche der gleiche Mist, niemand hat was dagegen, wenn ihr 1 bis 2 Bilder macht, aber nicht von Einzelpersonen im Block und vor allem die Bilder nicht unverpixelt sofort in allen sozialen Medien posten um euch zu profilieren!). Die zweite Hälfte ging dann genauso träge los, wie die erste aufhörte. Im weiteren Spielverlauf konnte sich dann aber doch noch mal etwas gesteigert werden und das „Wenn wir in der Gästekurve stehn“ und „Werder Bremen olé“ sowie einige Hüpfeinlagen kamen denke ich auch im ganzen Stadion laut an. Natürlich beeinflusste auch der Spielverlauf die Steigerung im Block gegen Ende. Lag Hoffenheim lange halbwegs verdient vorne, gelang es dem Block, die Elf in grün und weiß gegen Ende dann immer wieder nach vorne zu treiben, was durch Gnabrys Tor auch gelang. Fast hätte es sogar noch geklappt, das Spiel zu drehen, die Chancen auf den (dann eher unverdienten) Auswärtssieg waren da und das honorierte auch der Gästeblock. Ob man allerdings direkt nach dem 1:1 „Auswärtssieg“ brüllen muss bleibt fraglich.

Was zählt ist aber am Ende der wichtige Punkt, der uns zwar nicht weiter nach vorne bringt, aber immerhin punktgleich mit Gladbach und Wolfsburg vor den Abstiegsplätzen stehen lässt. Gleichzeitig bedeutet der Punkt auch das fünfte Spiel in Folge ohne Niederlage. Klar, sowas hatten wir die letzten Jahre auch öfter und man wünschte sich zwischenzeitlich auch mal eine Niederlage und im folgenden Spiel einen Sieg statt Unentschieden auf Unentschieden, aber insgesamt lässt sich auf die letzten Spiele aufbauen und ich bin recht zuversichtlich, dass uns die Wintervorbereitung auch nochmal ein gutes Stück weiter bringt, auch wenn die Gegner dann Dortmund und Bayern heißen.

Nach dem Spiel hieß es dann allen noch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch wünschen, da man die meisten Nasen ja erst im neuen Jahr wieder sieht und anschließend zu viert die Zeit bis zur Abfahrt des Nacht-IC um 2 Uhr morgens zu vertreiben. Klappte dann mit dem ein oder anderen Bier zunächst in der Bahnhofskneipe (oder eher Bar) und anschließend in Bahnhofsnähe auch ganz gut und man fiel ziemlich müde in den doch recht vollen, dafür aber pünktlichen, IC nach Hause. Wenn andere gerade auf dem Weg zur Arbeit sind, steigt man selbst noch in die RB gen Heimat und um 8 Uhr morgens hatte mich auch mein Bett wieder. Egal wo du auch spielst!

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