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[Update 2] Vereins- und Politikecho nach Pyro und Spruchband beim Ingolstadtspiel

Viele von uns werden sich heute wohl verwundert die Augen gerieben haben. Letzte Woche kritisierten wir noch alle per Twitter, Facebook und co, dass sich Werder mit keinem Wort zu den übertriebenen Maßnahmen der Polizei rund ums Derby äußert. Genau dieser, unser Verein, haut dann heute eine Pressemitteilung raus, in der er den Einsatz von Pyrotechnik und das Bullenschweine-Spruchband (siehe Fotos hier), welche es beim Heimspiel Samstag gegen Ingolstadt gab, verurteilt. Auf die gleiche Schiene zielt eine Pressemitteilung von Innensenator Mäurer ab, der als Konsequenz gleich ein Verbot großer Banner in der Ostkurve mit der Begründung verbieten will, unter genau solchen Bannern wurde sich Samstag vermummt.

Ohne im Detail auf Sinn und Zweck von Pyrotechnik im Allgemeinen im Stadion eingehen zu wollen, sollten sich sowohl Werder als auch Herr Mäurer vielleicht erstmal fragen, wieso es wohl die Pyroaktion und auch das Banner gab. Ich will ja nicht behaupten, dass es zu beidem nicht gekommen wäre, wenn man sich von Vereinsseite von Anfang an mit betroffenen Werderfans in Hamburg solidarisiert oder konkrete Hilfe angeboten hätte, geholfen hätte es aber ganz sicher, ich sage nur Ursache <-> Wirkung!

Die Pressemitteilung/der Artikel von Werder

Die Pressemitteilung von Innensenator Mäurer

[Update 08.12.16]

Wie die taz in einem Bericht von gestern berichtet, gab es bei Werder wohl tatsächlich Gespräche nach den Vorfällen beim Derby. Man sah sich aber scheinbar nicht gezwungen, sich hierzu öffentlich zu äußern oder den betroffenen Gruppen Unterstützung anzubieten. Sollte dies zutreffen, muss man sich natürlich fragen, wieso bei einem offensichtlich nicht korrekten Verhalten der Polizei (4 komplette Gruppen zurück schicken, nachdem nur bei Einzelpersonen verbotene Gegenstände gefunden werden) still gehalten wird, auf eine Mitteilung vom Senat mit sehr fragwürdigen Pauschalisierungen dagegen sofort eine Stellungnahme auf der Werder-Homepage erscheint.

[Update 2 09.12.16]

Nun also doch eine Äußerung von Vereinsseite. Hess-Grunewald informierte in einer kurzen Nachricht (veröffentlicht vom Worum via Twitter) den Fanclubdachverband und Fanclubs darüber, dass eine interne Aufarbeitung des Derbies stattgefunden hat, man sich aber nicht dazu gezwungen war, die Ergebnisse dieser Aufarbeitung öffentlich zu kommunizieren. Irgendwie erinnert mich persönlich das Ganze ja ein wenig an Wiesenhof. Von sozialem Engagement quatschen und sich dann einen solchen Trikotsponsor suchen (und leider vor kurzem auch noch die Zusammenarbeit verlängern). Dass man es nicht mal schafft, in der Stellungnahme auf der Werder-Vereinsseite einen Bezug von Pyro und Spruchband zum Derby herzustellen (meinetwegen ja ohne Beurteilung dessen), um angesprochene Ursache-Wirkungs-Kette wenigstens klar darzustellen, ist schon echt traurig und bestätigt mich in der Annahme, dass in unserem Verein gerade vieles falsch läuft.

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