Nur der SVW!

Unterwegs mit dem glorreichen Sportverein

Fußballfans gegen Homophobie Hallenmasters Berlin 2019

Anfang Januar und was macht man in der bundesligafreien Zeit? Richtig, zum alljährlichen Fußballfans gegen Homophobie Hallenmasters fahren. Dieses fand diesmal vom 03. bis 06.01. in Berlin und somit am Gründungsort von Fußballfans gegen Homophobie statt. Insgesamt 32 Teams fanden den Weg in die Hauptstadt und spielten jeweils mit einem weiteren Team in 4 Gruppen á 4 Teams um den Turniersieg. Aber auch neben dem eigentlichen Turnier gab es zahlreiche Veranstaltungen. So fand bereits am Donnerstag ein Vortrag im k*fetisch statt, bei dem sich das Team von Sportif Lezbon aus Ankara vorstellte und über die Situation von LGBT* in der Türkei berichtete. Da ich leider erst Freitag nach Berlin gereist bin, kann ich zum Vortrag selbst nichts sagen, die Anwesenden berichteten aber von sehr spannenden und emotionalen Berichten. Für uns startete das Turnier erst Freitag Abend mit der Eröffnungsparty. Diese sollte eigentlich im Lachshirsch stattfinden. Wie aber ja vermutlich alle mitbekommen haben und wie es auch seitens Endeavour und Caillera beim letzten Heimspiel gegen Hoffenheim per Spruchband thematisiert wurde, brannte dieser leider im Dezember vollständig aus. In der Ersatzlocation Scharni 38 gefühlt am anderen Ende von Berlin wurde dann bei viel Alkohol gequatscht, gekickert und die Teams für das folgende Turnier ausgelost. Schön mal wieder so viele bekannte Gesichter zu treffen und sich über die ein oder andere Neuigkeit auszutauschen. Ab 22 Uhr wurde es dann aber doch recht schnell leerer, da einige Teams wohl doch sehr motiviert waren und an die positive Wirkung von Schlaf glauben (halte ich ja für Quatsch). Wer sich am Ende die imaginären Bonuspunkte für die beste Leistung am Thresen gesichert hat, kann ich nicht sagen, Werder war es aber jedenfalls nicht, sorry!

Nachdem wir letztes Jahr in Frankfurt nur 2 Werderaner waren, vertraten unseren Verein diesmal mit den Hotspots und Endeavour gleich 2 Teams, welche zahlenmäßig aber doch recht unterschiedlich besetzt waren. Die Hotspots spielten dabei mit den Frauen* des DFC Kreuzberg zusammen, Endeavour bildete ein Team mit Black Corner der Eisbären Berlin, welche trotz des Eishockeyhintergrundes auch in Fußballnetzwerken und fanpolitischen Fragen sehr aktiv sind. Da ich die meiste Zeit am Stand mit dem Verkauf der neuen T-Shirts beschäftigt war (schon Mitte des Turniers waren so ziemlich alle Shirts in den Größen M und L ausverkauft, kein Vergleich zu unseren Verkaufszahlen am Anti-Dis Stand 😉 ), kann ich zum Turnier recht wenig sagen. FI, um deren Erscheinen sich den Abend zuvor noch einige Wetten rankten, gewann das Spiel um den vorletzten (?) Platz, Endeavour und Black Corner erkämpften sich im 7-Meter-Schießen (der/die ein oder andere hat sicher Sören Kohlhubers entscheidenden 7-Meter bei Insta oder Twitter gesehen) einen hervorragenden fünften Platz, nachdem man sich nach einer frühen Niederlage von Spiel zu Spiel steigerte und das Fußballfans Gegen Homophobie Team holte einen überraschenden vierten Platz. Für mehr reichte es dann leider doch nicht, da unser Meppener Topstürmer die am Vorabend versprochene Torschützenkanone dann doch um ein paar (mehr!) Tore verpasste. Im Finale siegte am Ende das Team von Türkiyemspor und Roter Stern Leipzig und sicherte sich verdient den Turniersieg! Wie es am Ende für Hotspots/DFC Kreuzberg ausgegangen ist, weiß ich gar nicht. Dennoch möchte ich nochmal ein Lob an die Nummer 4 des DFC Kreuzberg aussprechen. Wie sie so ziemlich jeden Zweikampf gewonnen hat und sicher auch entscheidend zum Nichtgewinn der Torschützenkanone für Meppen beitrug, hat mich schwer beeindruckt. Ich wiederhole mich an dieser Stelle gerne: für mich die beste Spielerin des Turniers! Alles in allem ein rundum gelungenes Turnier. Schade nur, dass das Kartoffelgericht schon so früh ausverkauft war und ich so mit Linseneintopf Vorlieb nehmen musste. Der Kuchen und auch der Solikaffee waren aber auch super!

Wer jetzt super spannende Berichte der Aftershow-Party im Schwuz erwartet, den/die muss ich leider auch hier enttäuschen. Wer mich kennt, weiß aber ja eh, dass ich nicht so wirklich der Partymensch bin. Wenn ich die Gesichter bei der Mitgliederversammlung Sonntag Vormittag richtig interpretiere, muss die Party aber richtig gut gewesen sein. Man munkelt, dass einige nicht mehr als 1 bis 2 Stunden Schlaf bekommen haben und andere bereits schon die Ausrichtung des Turniers in 2 Jahren geplant haben.

Was bleibt mir am Schluss zu sagen? Es hat wieder mal super viel Spaß gemacht all die bekannten Gesichter wiederzusehen und natürlich auch die vielen neuen Leute kennenzulernen. Vielen Dank an die Organisator*innen rund um die Party Army und FfgH, ich hoffe, es sind zahlreiche Spenden für den Lachshirsch zusammen gekommen! Nächsten Januar geht es dann wohl nach Zürich und ich würde mich sehr freuen, auch das ein oder andere grün-weiße Gesicht mehr dort zu sehen! Ansonsten sehen wir uns hoffentlich gegen Hannoi alle in alter Frische wieder! Beachtet hierzu bitte den Aufruf von Infamous!

Lachshirsch für immer!

Love football – hate homophobia!

2 Kommentare

  1. Werder Fotzen

    hahaha du Schwuchtel

    störts dich nicht wenn ne Frau besser spielt als du?!? war ja klar das ihr euch von Weibern abziehn lasst in Bremen!
    Und Samstag machen wir euch platt ihr Fotzen!

    Hoffentlich sah die Frau wenigstens gut aus!

    Antworten
    1. Stellan (Beitrag Autor)

      Hallo Namenloser,

      schön, wie du es schaffst, in einem so kurzen Kommentar Homophobie und Sexismus so schön zu kombinieren.

      Wieso sollte es mich stören, wenn eine Frau besser Fußball spielt als ich? Es gibt so viele Dinge, die so viele Frauen sicher besser können als ich. Wenn Leute etwas besser können, ärgere ich mich manchmal, noch viel häufiger freue ich mich aber über deren Stärken, solltest du auch mal probieren. Das Geschlecht spielt dabei aber gar keine Rolle! In diesem konkreten Fall freue ich mich über guten Fußball, denn genau deswegen gucken wir uns Spiele doch an? Ob der gute Fußball nun von Männlein oder Weiblein gespielt wird, ist doch total egal?!

      Was ich aber gar nicht ausstehen kann, sind sexistische, homophobe oder sonst wie diskriminierende Scheiße! Auch bei der Bewertung von Personen aufgrund des Äußeren bist du bei mir leider an der total falschen Stelle. Ich weiß nicht mal, ob sie nett ist, was für mich viel wichtiger wäre. Ich weiß nur, dass sie gut Fußball gespielt hat und mir ihre Art Fußball zu spielen sehr imponiert hat.

      Da du aber ja scheinbar der festen Überzeugung bist, dass Frauen keinen Fußball spielen können, lade ich dich gerne zu einem gemeinsamen Spielbesuch bei den Werder Frauen oder, wenn es zeitlich passt, auch beim DFC Kreuzberg ein, damit du einmal siehst, dass Frauen sehr wohl Fußball spielen können. Dabei können wir uns dann gerne auch darüber unterhalten, wieso du so schöne und faszinierende Teile des weiblichen Körpers so abwertend nutzt.

      Das Angebot des gemeinsamen Spielbesuchs gilt übrigens nicht exklusiv für dich, jede*r, der/die sich von oben genannten Punkten angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen, sich vom Gegenteil zu überzeugen!

      Ich freue mich auf Samstag!

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Zustimmung zur Datenspeicherung lt. DSGVO