Nur der SVW!

Unterwegs mit dem glorreichen Sportverein

Bayern München – Werder 4:2, So. 21.01.18, 75.000 Zuschauer (etwa 4000 Gäste)

Der FC aus Köln gewinnt gegen die verbotene Stadt, schon wird es wieder spannend und der Druck auf unsere Elf in grün und weiß doch ein bisschen größer. Gut dass unser heutiger Gegner nur FC Bayern heißt. Stellt euch Mal vor, wir spielen gegen ein richtig gutes Team.

Also heute nach München. Zählt ja für die meisten wohl nicht unbedingt zu den Lieblingszielen. Aufgrund frühzeitiger Buchung war die Reise wenigstens sehr kostengünstig. Außer einer unnötigen Schubserei mit einem älteren Bayernfan verlief die Hinfahrt absolut ereignisarm. Einzig der Wechsel von grüner Natur zu geschlossener Schneedecke bot etwas Abwechslung. Auch in München eher winterliche Bedingungen.

Am Stadion angekommen eine Neuerung gegenüber den letzten Spielen. Es gibt nun einen durch Zaun abgetrennten eigenen Gästeeingang. Nervig dagegen dass die Polizei vor’m Eingang tatsächlich zu verhindern versucht, dass man unsere Fanbetreuung und Fanprojekt begrüßt. Klappte dann nach Diskussion dennoch und so erfuhr man noch etwas von der Grün Weißes München Party. Soll wohl wilde Polonaise-Einlagen u.a. von Hupe gegeben haben. Wen es interessiert: die Deichstube war wohl dabei.

Aber zurück zum Spiel. Bevor die Deichstube auch heute noch Gruppenfotos schießen konnte schnell zum Eingang und ohne große Kontrollen etwa 2 Stunden vor Anpfiff rein. Im Block zu der Zeit noch richtig leer. Einzig WB kam relativ früh und flaggte mit “Für immer Weserstadion” großflächig an. Nachdem auch UTB ankam, gab es wie München üblich kurz die Diskussion, die ersten Reihen doch bitte den aktiven Gruppen zu überlassen. Richtig nervig auch mal wieder die Leute, die mit Bayernklamotten oder Tasche aus der FCB Fanwelt im Gästeblock auftauchen. Manche Leute zeigen sich einfach total uneinsichtig. Ist natürlich auch schwer, das Wort Gästekontingent zu verstehen. Andererseits ohne Mithilfe von Werderfans werden die wohl kaum an Gästetickets gekommen sein.

Bis zum Anpfiff tauchten dann auch die anderen Gruppen auf. Im Block von links nach rechts CLR, INT (?), IY, UTB, UB, WB und HBC. Nach Aufbau der Zaunfahnenkonstruktion oberhalb des sinnfreien Spuckschutzes legte der Block gut los. Zwar schien der IY-Vorsänger nie so richtig zufrieden, auf mich machte es aber den Anschein, dass schon viele Bock hatten. Was heute dennoch auffiel, war die Tatsache, dass bei so ziemlich jeder Gruppe Teile der üblichen Verdächtigen fehlten. Keine Ahnung, ob es an der Terminierung oder am Gegner lag, man weiß es nicht. Auch war natürlich wieder nur der vordere Teil von 343 und 344 dauerhaft dabei, für München aber echt okay. Liedauswahl war heute etwas begrenzt und ich persönlich habe gemerkt, dass ich beim neuen “Grün und Weiß, ja du bist mein Verein” noch nicht so textsicher bin. Mein Highlight natürlich wieder das “Egal wie weit wir für dich fahren” am Ende.

Highlights gab es auch auf dem Platz so einige, was sicher zur nicht schlechten Stimmung beigetragen hat. Wann geht man schon Mal in München in Führung? Nach dem 1:2 noch Mal wieder kommen auch richtig stark und sorgte für richtige Ekstase im Block. Am Ende dann dennoch ein typisches Bayernspiel. 20 Minuten einen Gang hochgeschaltet und schon gewinnt man mit 2 Toren und damit mindestens ein Tor zu hoch.

Empfand ich es um’s Spiel mit Ausnahme der Diskussion am Eingang für München relativ entspannt, zeigte die bayrische Polizei in der Halbzeit Mal wieder, wieso sie keiner mag. Mit mehr als 5 Bereitschaftspolizisten wegen 2er angeblich kiffender Personen in den Block stürmen ist schon peinlich.

Die Heimseite blieb heute insbesondere durch viele Spruchbänder, zwei Gedenkaktionen und auch sehr, sehr vielen Fahnen in Erinnerung. So viele Fahnen in der Heimkurve macht schon was her, da kommen wir in Bremen wohl nicht ran. Ran kam die Heimseite dagegen heute zumindest gesanglich nicht an die letzten Spiele gegen uns. So richtig viel habe ich jedenfalls nicht vernommen.

Auch wenn zum Ende hin mein Lieblingslied gesungen wurde, hieß es dennoch rechtzeitig mit Abpfiff abzuhauen. Der Weg vom Stadion zur U-Bahn und von dort weiter zum Hbf ist ja doch ein weiter in München. Ähnlich nervig nur die Shuttle auf Schalke und in Gladbach (blöd, dass wir zu beiden Gegner noch müssen in der Rückrunde). Am Ende sollte man doch recht früh am Bahnsteig sein und so konnte bei viel Quatscherei, dem ein oder anderen alkoholischen Getränk und ein paar Raucherpausen (letztere beide nicht bei mir 😉 ) auch das Kapitel München für diese Saison glücklicherweise abgeschlossen werden. Schade, dass die gute Leistung nicht wenigstens mit einem Punkt belohnt wurde. In anderen Waggons soll es wohl noch sexistische Gesänge gegeben haben und auch die Schaffner*innen im Zug waren wohl nicht von jedem Grün-weißen angetan, alles in allem aber doch harmlos und so kam man auch pünktlich an (also nichts, worüber der Weser-Kurier berichten muss…)

weitere Bilder gibt es hier:

Infamous

Wanderers

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